Bettwanzen und welche Schädlinge teilen mit Ihnen das Bett?

Eigentlich sind wir es ja mittlerweile gewöhnt, dass unsere Betten von Kleingetier und Ungeziefer weitgehend verschont bleiben. Aber bisweilen kehrt zurück, was endgültig vertrieben schien. Eins der kleinen Tierchen, die noch vor nicht allzu langer Zeit als nicht mehr präsent in den Wohnhäusern der westlichen Welt galten, ist die Bettwanze. „Bettwanzen erobern New York“ titelte FAZ-Online etwa im Dezember 2006. Und das Gesundheitsportal Gesundheit.de sprach von „einem Comeback der Bettwanzen in deutschen Federbetten“. Berichte von Eroberungsfeldzügen sind für Deutschland gewiss noch übertrieben, Fakt ist jedoch: Sie treten wieder häufiger auf, die kleinen Blutsauger. Krankheiten übertragen sie hierzulande zwar meistens nicht, dennoch sind sie nicht unbedingt gern gesehene Gäste im Bett. Schädlingsbekäung ist aber nicht immer mit agressiven Mitteln eine gute Lösung.

Ungeliebte Gäste und Schädlingsbekämpfung

Tagsüber lassen sie sich meist nicht blicken, sie kommen nachts, angelockt von der Atmung und der Wärme der Schlafenden. Bettwanzen — so sagte man bisweilen — krabbeln dann beispielsweise über die Zimmerdecke und lassen sich, sobald sie sich über dem liegenden Menschen befinden, fallen. Und dann… saugen sie Blut, bis sie satt sind, ziehen sich zurück, kommen erneut, wenn es wieder Nacht geworden ist und sie hungrig sind. Das mit den Bettwanzen, die sich extra auf einen Menschen fallen lassen, ist wohl eher ein Gerücht. Es entstand eventuell, weil manch ein Mensch beobachtete, dass Wanzen an der Decke liefen und plötzlich herunterfielen. Ein planvolles Fallen steckte wohl aber nicht dahinter. Wanzen bevorzugen andere Wege. Bisweilen stecken sie etwa unter der Matratze, meist vor dem, der sie nicht sucht, gut verborgen. Bettwanzen waren selten in den letzten Jahrzehnten, so selten, dass diejenigen, die heute von ihnen gebissen werden, häufig erst einmal an einen Mückenstich glauben. Wenn sie dann irgendwann ihren Irrtum entdecken, haben sie meist ohne Kammerjäger keine Chance mehr, der Plage Herr zu werden. Die „Tapetenflunder“ — ein Name der Bettwanze im Volksmund — ist oftmals ausgesprochen hartnäckig und mittlerweile widerstandsfähiger gegen Insektizide als noch vor einiger Zeit. Mehrere Jahrhunderte lang hielt sie sich in Europa fast ausschließlich im Mittelmeerraum auf; ab etwa dem 17. Jahrhundert kam sie dann auch nach Mitteleuropa. Die Wohnungen hier boten ihr ab diesem Zeitpunkt ein Zuhause, waren wärmer geworden, erzeugten ein Klima, in dem sich die Bettwanze wohl fühlt. Nicht wohl fühlt sich dagegen meist derjenige, der sein Bett mit ihnen teilt. Der Kampf gegen sie ist noch nicht beendet.

Betrachtet man die Verbreitung von Bettwanzen, so kann man zwei Arten hervorheben: Im Urlaub oder auf Reisen hat man immer das Problem, dass man das Alter der Betten und damit häufig den Grad der Bettverschmutzung nicht gleich erkennen. Gerade für Ausdauer-Sportler (Ironman) gilt, dass Bettwanzen die Atmungsorgane belasten und zu Leistungsdefiziten f¨hren können. In Schaumstoffteilen oder in der Dämmung von Küchen sind die Ungeziefer ebenso manchmal zu finden, sodass Allergien nicht zwangsläufig behoben werden, wenn man in neuen Betten schläft.

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