Mitunter entdecken oder vermuten Wohnungsbesitzer Bettwanzen, rasen in die nächste Apotheke, besorgen sich passende Schädlingsbekämpfungsmittel und beginnen, wie wild zu sprühen. Tatsächlich töten sie damit Wanzen, aber… meist nicht alle. Ein mit Bettwanzen befallenes Zimmer muss von Grund auf gesäubert werden, was eigentlich nur durch die Arbeit eines professionellen Schädlingsbekämpfungsunternehmens gelingt. Alles Andere ist zumeist Stückwerk und bringt keinen dauerhaften Erfolg. Wer ein Unternehmen für Schädlingsbekämpfung sucht, findet eins in erreichbarer Nähe auf der Seite DSVonline.de, der Internetseite des Deutschen Schädlingsbekämpfer Verbandes. Gute Mitarbeiter der Schädlingsbekämpfung gehen sorgfältig vor, berücksichtigen bei ihrer Arbeit auch die Ritzen, die den Wanzen als Verstecke dienen. Bisweilen arbeiten sie auch mit Hitze; während die Bettwanzen gegen Frost unempfindlich sind, sterben sie bei allzu großer Hitze. Allzu große Hitze bedeutet in diesem Fall jedoch Temperaturen ab etwa 55 Grad Celsius. Ein Insektizid, das von Profis eingesetzt wird, ist beispielsweise MC-KPS-500. Die Schädlingsbekämpfer betonen, dass der Wirkstoff auf rein pflanzlicher Basis besteht, aus Chrysanthemenblüten gewonnen und im Licht schnell wieder abgebaut wird. Für den Menschen ist er harmlos, für die Bettwanze tödlich. Andere Insektizide heißen Blattanex oder Empore RTU. Sie alle schädigen das Nervensystem der Bettwanze und verursachen dadurch ihren Tod. Etwas anders wirkt Killgerid Gold: Die Körper der Bettwanzen werden normalerweise durch eine Wachsschicht geschützt; Killgerid Gold greift diese Wachsschicht an, wodurch die Bettwanzen austrocknen. Die Schädlingsbekämpfung muss meist mehrfach durchgeführt werden, um wirklich alle Wanzen und auch die Eier absterben zu lassen. Beobachten Sie genau, wie gut die Maßnahmen wirken; Experten vermuten eine steigende Resistenz der Bettwanzen gegen Insektizide als eine Ursache für deren Rückkehr in die Schlafzimmer westlicher Welt und in die anderer Länder. Ostafrikanische Studien führten beispielsweise den Nachweis, dass die Vermehrung der Bettwanzen mit Moskitonetzen zusammenhängt, die mit dem Pestizid Pyrethroid behandelt wurden. Die Wanzen hatten scheinbar eine Resistenz gegen das auch im Kampf gegen Bettwanzen eingesetzte Pestizid entwickelt. Der Wohnungsbesitzer selbst kann den Bettwanzen eine Rückkehr ins Schlafzimmer erschweren, indem er einerseits vorhandene Ritzen in Wänden stopft, andererseits auf Taubennester an Hausfassaden achtet und sie entfernt. Hier halten sich Wanzen nämlich gerne auf, wenn sie nicht gerade in Schlafzimmern aktiv sind.
Bettwanzen galten lange Zeit als vertrieben aus den Schlafzimmern der westlichen Welt. Aber es zeigt sich, dass der Mensch ihnen nicht so schnell und gründlich beikommt wie er dachte. Die Bettwanzen in einer Großstadt wie New York waren jedenfalls penetrant genug, um auch deutschen Medien wie der Welt oder der FAZ einen Artikel wert zu sein. Es kann schon gehörig an den Nerven zehren, wenn man das eigene Haus eine Zeit lang mit Wanzen teilt. Man steigt mit Unwohlsein ins Bett, hat Angst, sie irgendwo im Zimmer zu entdecken. Man reagiert kopflos in Situationen, in denen man nicht kopflos reagierten sollte. Panik ist allerdings nicht angebracht. Einerseits steht keine flächendeckende Invasion der Bettwanzen bevor, andererseits kann nur ein planvolles Vorgehen dabei helfen, sie auf Dauer aus der eigenen Wohnung zu vertreiben. Der Befall eines Zimmers mit Bettwanzen, ist kein unabänderbares Schicksal, es ist nichts, womit jeder nun täglich rechnen muss, aber es ist etwas, was einen auch in der heutigen Zeit bisweilen trifft. Und wenn man im Urlaub an Wanzen gerät? Wenn das Zimmer im Urlaubshotel komplett verwanzt ist? Dann passiert es ganz schnell, dass aus dem Traumurlaub ein Alptraumurlaub wird, was natürlich extrem unangenehm ist. Etwas lindern könnte aber ein Urteil des Amtsgerichts Frankfurt den Ärger: Das Gericht hatte einen Reiseunternehmer zur kompletten Rückerstattung des Reisepreises und zu Schmerzensgeld verurteilt, weil Reisende sich im Hotelzimmer mit Wanzen konfrontiert sahen und auch von den Wanzen gebissen wurden. Da hat man dann wenigstens das Gericht auf seiner Seite, wenn schon der Urlaub verdorben wurde.